Tägliche Archive: 20. September 2015


Rezension: Cast In Steel

Cast In SteelNach zwei Wochen und unglaublich often Hören des neuen Albums, möchte ich euch gerne meine persönlichen Eindrücke zu den einzelnen Songs mitteilen :)
Cast in Steel: Absolut genial, geht genauso ins Ohr wie FOTM oder „Nothing Is Keeping You Here“. Der Text regt zum Nachdenken an; geht es um eine Trennung, „hope to die“?? Dennoch ist die Musik sehr dynamisch und passend orchestriert. Hätte als Lead-Single promotet werden sollen! Schön melancholisch, Mortens Stimme passt, toller Text (der Refrain geht nicht mehr aus dem Kopf!!)… Perfekt! CIS halte ich für einen der besten a-ha Songs!

Under The Makeup: Der Song brauchte bei mir etwas…. Mittlerweile liebe ich ihn! Das Orchester und Mortens Stimme gehen unter die Haut. Morten sagte, es sei ein zeitloser Klassiker, ähnlich wie HHAL. Da kann ich nur zustimmen, allerdings dand ich ihn als Single-Veröffentlichung unpassend. Der Song ist zu „tragisch“, um im Radio gespielt zu werden.

The Wake: Klingt mir zu sehr nach „Out Of My Hands“… und irgendwie passiert nichts. Der Song plätschert vor sich hin, auch der Refrain sticht nicht wirklich heraus.

Forest Fire: Ähnliches Konzept wie „Take On Me“ und „FOTM“ – ein Riff, das direkt in die Ohren geht und tanzbar ist der Song auch. Hätte bei klügerer Vermarktung sicher ein Hit werden können.

Objects In The Mirror: Klasse, erinnert mich stark an „Living A Boy’s Adventure Tale“! Ein starker Refrain und auch dynamisch, gleichzeitig aber klassisch „a-ha-melancholisch“.

Door Ajar: Fand ich beim ersten Hören etwas schleppend… Der Refrain ist etwas „einfach gestrickt“, dennoch blieb er im Kopf hängen. Ein guter Song, allerdings könnte er noch etwas mehr „Drive“ haben…
Die letzte Strophe, welche zwar abgedruckt ist aber rausgeschnitten wurde, fehlt definitiv; sie ist der „Schlüssel“ zu dem ganzen Songtext.

Living At The End Of The World: Wow, hier macht Morten für mich „The Wake“ wieder gut. Musik und Text passen super zusammen und Mortens Stimme kommt hier besonders zur Geltung. Hier beweist sich Morten als guter Songwriter!

Mythomania: Die Art des Songs ähnelt Door Ajar. Grundsätzlich ein guter Song, aber ich habe das Gefühl, dass er „keine Richtung“ hat und nur so vor sich hinspielt… Der Beat im Hintergrund ist mir zu eintönig.

She’s Humming A Tune: Von vielen geliebt – ich hingegen konnte anfangs überhaupt nichts damit anfangen und habe ihn auf der 10-Track-LP nicht vermisst…. Die Melodie fand ich etwas nervig. Doch nach mehrmaligen Hören find ich vorallem den Refrain echt klasse. Einer dieser Songs, der etwas Zeit braucht (zumindest bei mir). Hätte auch gut auf das Lifelines-Album gepasst.

Shadow Endeavors: Wird von vielen schlecht bewertet – kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Der Song erinnert mich an „What There Is“. Viele typische a-ha-Elemente werden hier vermischt, finde ich sehr gelungen. Highlight ist natürlich der „wiederverwertete“ Teil aus der „Scoundrel Days“-Demo (siehe SD-Deluxe von 2010), passt perfekt hinein und gibt dem Song noch eine kleine „Wendung“.

Giving Up The Ghost: Gefällt mir nicht so gut, es passiert irgendwie nicht viel….

Goodbye Thompson: Besonders der Anfang gefällt mir gut, es klingt irgendwie mysteriös, vielleicht sogar etwas spukig.

Allgemein finde ich es immer wieder interessant, wie sehr sich der Gesamteindruck nach mehrmaligen Hören ändert. Bei jedem Hören bekommt ein Song mehr „Struktur“ und man hört Elemente heraus, die einen absolut begeistern oder auf Dauer eher nerven.

Toll finde ich, dass die Songs an viele frühere Werke erinnern (an Songs aus HHAL, SOTR, MEMS, Lifelines und FOTM; einige Songs oder Teile davon stammen ja sogar von früher), dennoch passt alles zusammen und klingt modern; ähnlich dem Stil von FOTM. Allerdings finde ich, dass es im Gegensatz zu FOTM hier und da etwas überproduziert klingt.

Absolute Highlights sind für mich „Cast In Steel“ (ein klassischer a-ha-Hit) und „Objects In The Mirror“ (erinnert mich an „Living A Boy’s Adventure Tale“, einer meiner Lieblingssongs). „The Wake“ hingegen finde ich langweilig und „Door Ajar“ und „Mythomania“ könnten etwas „mitreißender“ sein…

Alles in allem ein sehr schönes a-ha Album, bei dem für jeden Fan etwas dabei sein sollte! Ein würdiges Nachfolgealbum zu FOTM. Wenn sich Universal bloß mehr Mühe bei der Vermarktung gegeben hätte…